Die 3 Hauptpunkte die das Christentum ausmachen sind

gleichzeitg die 3 Schwerpunkte der Werke Swedenborgs

Dass es vom geistigen Sinn herkomme, dass das Wort von Gott eingegeben, und in jedem Wort heilig ist. Man sagt in der Kirche, das Wort sei heilig, weil Jehovah Gott es gesprochen habe; da aber sein Heiliges im bloßen Buchstaben nicht sichtbar ist, so bestärkt sich derjenige, der aus diesem Grund einmal an der Heiligkeit des Wortes zweifelt, nachher, wenn er es liest, durch vieles in demselben in seinem Zweifel; denn er denkt dann: Ist dies heilig, ist dies göttlich? Damit nun ein solcher Gedanke nicht bei vielen Eingang finde, und nachher sich immer mehr festsetze, hierdurch aber die Verbindung des Herrn mit der Kirche, in der das Wort ist, zu Grunde gehe, so hat es dem Herrn gefallen, den geistigen Sinn jetzt zu offenbaren, damit man wisse, wo jenes Heilige im Wort verborgen liegt. Aber Beispiele mögen auch dies erläutern. Im Wort wird bald von Ägypten, bald von Aschur, bald von Edom, von Moab, von den Söhnen Ammons von Tyrus und Zidon, von Gog gehandelt. Wer nicht weiß, dass durch diese Namen Gegenstände des Himmels und der Kirche bezeichnet werden, kann leicht in den Irrtum verfallen, dass das Wort viel von den Völkerschaften und Völkern, und nur wenig vom Himmel und der Kirche, also viel von irdischen und wenig von himmlischen Dingen handle; wenn er aber weiß, was durch jene oder ihre Namen bezeichnet wird, so kann er vom Irrtum wieder zur Wahrheit kommen. Wer ferner im Wort bemerkt, dass in demselben so oft Gärten, Haine, Wälder, dann ihre Bäume, als: der Ölbaum, der Weinstock, die Zeder, die Pappel, die Eiche; dann auch, dass so oft das Lamm, das Schaf, der Bock, das Kalb, das Rind, sowie auch Berge, Hügel, Täler, und in denselben Quellen, Flüsse, Wasser und mehr dergleichen genannt werden, der kann, wenn er nichts vom geistigen Sinn des Wortes weiß, nicht anders glauben, als dass man darunter bloß jene Dinge zu verstehen habe; denn er weiß nicht, dass unter dem Garten, dem Hain und dem Wald die Weisheit, Einsicht und Kenntnis verstanden wird; dass unter dem Ölbaum, dem Weinstock, der Zeder, der Pappel und der Eiche das himmlische, geistige, vernünftige, natürliche und sinnliche Gute und Wahre der Kirche verstanden wird; dass unter dem Lamm, dem Schaf, dem Bock, dem Kalb, dem Rind, die Unschuld, Liebtätigkeit und die natürliche Zuneigung verstanden wird; dass unter den Bergen, Hügeln und Tälern das Obere, Untere und Unterste der Kirche verstanden; dann dass durch Ägypten die Kenntnis, durch Aschur die Vernunft, durch Edom das Natürliche, durch Moab die Verfälschung des Guten, durch die Söhne Ammons die Verfälschung des Wahren, durch Tyrus und Zidon die Kenntnisse des Wahren und Guten, durch Gog die äußere Gottesverehrung ohne die innere, angedeutet wird. Wenn er aber dies weiß, dann kann er denken, dass das Wort nur von himmlischen Dingen handle, und dass die irdischen Dinge bloß die Unterlagen seien, auf denen jene beruhen. Aber ein Beispiel aus dem Wort möge auch dies erläutern. Man ließt bei David: „Jehovahs Stimme ist auf den Wassern, der Gott der Herrlichkeit lässt donnern, über den großen Wassern [sitzt] Jehovah; Jehovahs Stimme bricht die Zedern, es zerbricht die Zedern Libanons Jehovah, und hüpfen läßt Er sie gleich einem Kalb, den Libanon und Schirjon wie den Sohn des Einhorns; wie die Feuerflamme fällt Jehovahs Stimme ein. Jehovahs Stimme, sie läßt die Wüste zittern, läßt erzittern die Wüste Kadesch. Kreißen heißt die Hirsche Jehovahs Stimme, und entblößt die Wälder; jedoch in Seinem Tempel preist jeder die Herrlichkeit“: Ps.29/3-9. Wer nicht weiß, dass das einzelne hier selbst in jedem Wort etwas Heilig-Göttliches ist, der kann, wenn er bloß natürlich ist, bei sich sagen: Was soll dies, dass Jehovah auf den Wassern sitze, dass Er durch Seine Stimme die Zedern breche, sie hüpfen lasse wie ein Kalb, und den Libanon wie den Sohn der Einhörner, dass Er die Hirsche kreißen heiße, u. a. m.? Denn er weiß nicht, dass die Macht des göttlich Wahren oder des Wortes durch jene Ding im geistigen Sinn beschrieben ist. In jenem Sinn wird nämlich durch die Stimme Jehovahs, die in dieser Stelle der Donner ist, verstanden das göttlich Wahre oder das Wort in seiner Macht. Unter den großen Wassern, über denen Jehovah thront, werden die Wahrheiten desselben verstanden. Unter den Zedern und dem Libanon, die Er zerbricht und zermalmt, wird das Falsche des vernünftigen Menschen verstanden. Unter dem Kalb und dem Sohn der Einhörner wird das Falsche des natürlichen und sinnlichen Menschen verstanden. Unter der Feuerflamme wird die Neigung zum Falschen, unter der Wüste und der Wüste Kadesch die Kirche, wo nichts Wahres und Gutes ist; unter den Hirschen, die Jehovahs Stimme kreißen heißt, werden Völker verstanden, die im natürlich Guten sind; und unter den Wäldern, die Er entblößt, werden die Kenntnisse und Erkenntnisse, die das Wort ihnen öffnet, verstanden, weswegen folgt: „in Seinem Tempel preist jeder die Herrlichkeit“, worunter verstanden wird, dass im einzelnen des Wortes das göttlich Wahre enthalten sei; denn der Tempel bezeichnet den Herrn, und daher das Wort, dann den Himmel und die Kirche, und die Herrlichkeit bezeichnet das göttlich Wahre. Daraus erhellt, dass hier kein Wort sei, das nicht die göttliche Macht des Wortes gegen das Falsche aller Art, beim natürlichen Menschen, und die göttliche Macht, die Völker umzubilden beschriebe. Es gibt einen noch tieferen Sinn im Wort, welcher der himmlische heißt, wovon (weiter oben) gesagt worden; aber dieser Sinn ist schwer zu entziffern, denn er fällt nicht so sehr in die Gedanken des Verstandes, als in die Neigung des Willens. Dass ein noch tieferer Sinn, welcher der himmlische genannt wird, im Wort enthalten ist, kommt daher, weil vom Herrn das göttlich Gute und das göttlich Wahre ausgeht; das göttlich Gute aus Seiner göttlichen Liebe, und das göttlich Wahre aus Seiner göttlichen Weisheit. Beides ist im Wort, denn das Wort ist das ausgehende Göttliche; und weil beides [in demselben] ist, deswegen macht das Wort diejenigen, die es heilig lesen, lebendig; doch von diesem Gegenstand wird im Abschnitt die Rede sein, wo gezeigt werden wird, dass im einzelnen des Wortes eine Verbindung des Herrn mit der Kirche, und daher eine Verbindung des Guten mit dem Wahren sei. Der geistige Sinn des Wortes ist bis jetzt unbekannt gewesen. Dass das Ganze und Einzelne, was in der Natur ist, sowie auch das Ganze und Einzelne im menschlichen Körper, dem Geistigen entspreche, ist im Werk über »Himmel und Hölle« Nr. 87-105 gezeigt worden; aber was die Entsprechung sei, hat man bisher nicht gewußt; in den ältesten Zeiten hingegen war sie sehr bekannt, denn bei denjenigen, die damals lebten, war die Wissenschaft der Entsprechungen eine Wissenschaft der Wissenschaften, und so allgemein, dass alle ihre Schriften und Bücher in Entsprechungen geschrieben sind. Das Buch Hiob, ein altes Buch, ist voll von Entsprechungen. Die Hieroglyphen der Ägypter, und auch die Fabeln der ältesten Menschen waren nichts anderes; alle alten Kirchen waren Kirchen, die das Himmlische [sinnlich] vorstellten, und auch die Satzungen, nach denen ihre Gottesverehrung eingerichtet war, bestanden aus nichts als Entsprechungen. Ebenso alles, was die Kirche betraf bei den Kindern Jakobs; die Brand- und Schlachtopfer mit ihren Einzelheiten waren Entsprechungen. Ebenso die Stiftshütte mit allem, was sie enthielt; dann auch ihre Feste, z.B. das Fest der ungesäuerten Brote, das Laubhüttenfest und das Fest der Erstlinge; auch das Priestertum Aharons und der Leviten; sowie auch die heiligen Kleider Aharons und seiner Söhne; und außerdem alle Satzungen und Rechte, die ihre Gottesverehrung und ihr Leben betrafen. Weil nun das Göttliche in der Welt sich in Entsprechungen darstellt, so wurde das Wort in lauter Entsprechungen geschrieben; weswegen der Herr, weil Er aus Seinem Göttlichen sprach, in Entsprechungen gesprochen hat, denn was aus dem Göttlichen ist, das verliert sich in der Natur in solche Dinge, die den göttlichen entsprechen, und die dann die göttlichen Dinge, die himmlisch und geistig heißen, in ihrem Inneren verschließen. Ich bin unterrichtet worden, dass die Menschen von der Ältesten Kirche, die vor der Sündflut war, einen so himmlischen Genius hatten, dass sie mit den Engeln des Himmels redeten, und dass sie mit ihnen reden konnten vermittelst der Entsprechungen, daher sie zu einer solchen Stufe der Weisheit gelangten, dass sie über alles, was sie auf der Erde sahen, nicht nur natürlich, sondern auch geistig, und so mit den Engeln des Himmels gemeinschaftlich, dachten. Ich bin noch weiter unterrichtet worden, dass Chanoch, von dem 1Mo.5/21-24 Erwähnung geschieht, nebst seinen Mittgenossen aus der Engel Mund die Entsprechungen gesammelt, und die Wissenschaft derselben auf die Nachkommen fortgepflanzt habe. Daher es kam, dass die Wissenschaft der Entsprechungen in vielen Reichen Asiens, besonders im Land Kanaan, in Ägypten, Assyrien, Chaldäa, Syrien, Arabien, Tyrus, Zidon, Ninive, nicht nur bekannt, sondern auch ausgebildet war; und dass sie von da aus durch die am Meer gelegnen Orte nach Griechenland versetzt, dort aber, wie man aus den Schriften der ältesten Griechen ersehen kann, in fabelhafte Dinge verkehrt wurde. Als aber die bildlichen Vorstellungen der Kirche, die Entsprechungen waren, mit Fortgang der Zeit in Abgötterei und auch in Magie verkehrt wurden, da kam diese Wissenschaft durch eine Fügung der göttlichen Vorsehung des Herrn allmählich in Vergessenheit, und wurde beim israelitischen und jüdischen Volk völlig verdorben und zu Grunde gerichtet. Zwar bestand der Gottesdienst dieses Volkes aus lauter Entsprechungen, und stellte daher das Himmlische bildlich dar, allein sie wußten nicht, was das eine oder das andere bedeutete; denn sie waren ganz natürliche Menschen, und konnten und wollten daher nichts von geistigen Dingen, mithin auch nichts von den Entsprechungen wissen. Dass die Abgöttereien der Völker in den alten Zeiten aus der Wissenschaft der Entsprechungen entsprangen, kam daher, dass alles, was auf der Erde erscheint, entspricht, also nicht nur die Bäume, sondern auch das Vieh und die Vögel aller Art, dann die Fische und das übrige. Die Alten, welche die Wissenschaft der Entsprechungen hatten, machten sich Bilder, die den himmlischen Dingen entsprachen; und sie ergötzten sich an denselben, weil sie Dinge bezeichneten, die zum Himmel oder zur Kirche gehörten, daher sie dieselben nicht nur in ihren Tempeln, sondern auch in ihren Häusern aufstellten, nicht um sie anzubeten, sondern um sich an die himmlischen Dinge zu erinnern, die sie bezeichneten. Daher waren in Ägypten und anderwärts in der bildlichen Vorstellung Kälber, Rinder, Schlangen, dann Knaben, Greise, Jungfrauen, weil die Kälber und Rinder die Neigungen und Kräfte des natürlichen Menschen, die Schlangen die Klugheit des sinnlichen Menschen, die Knaben die Unschuld und tätige Liebe, die Greise die Weisheit und die Jungfrauen die Neigungen des Wahren bedeuteten usw. Nachdem nun die Wissenschaft der Entsprechungen in Vergessenheit gekommen war, fingen ihre Nachkommen an, die von den Alten aufgestellten Bilder und Abbildungen, weil sie dieselben in den Tempeln und neben diesen vorfanden, als etwas Heiliges und zuletzt als Gottheiten zu verehren. Ebenso bei anderen Völkern, z.B. bei den Philistern in Aschdod Dagon, von dem 1Sa.5/1-12 die Rede ist. Dieser war oben wie ein Mensch und unten wie ein Fisch. Man hatte dieses Bild erfunden, weil der Mensch die Einsicht, und der Fisch die Kenntnis bezeichnet, die eins ausmachen. Daher hatten die Alten auch ihren Gottesdienst in den Gärten und Hainen nach den Arten der Bäume, dann auch auf den Bergen und Hügeln. Die Gärten und Haine bezeichneten nämlich die Weisheit und Einsicht, und jeder Baum etwas davon, z.B. der Ölbaum das Gute der Liebe, der Weinstock das Wahre aus diesem Guten, die Zeder das vernünftige Gute und Wahre, und der Berg den obersten Himmel, der Hügel den Himmel unter diesem. Dass die Wissenschaft der Entsprechungen bei mehreren Morgenländern bis zur Ankunft des Herrn fortgedauert hat, kann man an den Weisen aus dem Morgenland sehen, die zum Herrn kamen, als Er geboren wurde; daher ihnen ein Stern voranging, und sie Geschenke mit sich brachten, Gold, Weihrauch und Myrrhen: Matth.2/1,2,9-11. Der Stern nämlich, der voranging, bezeichnete die Kenntnis aus dem Himmel, das Gold bezeichnete das himmlische Guten, der Weihrauch das geistige Gute, und die Myrrhe das natürliche Gute, aus welchen dreien die ganze Gottesverehrung besteht. (Auszug aus: Die vier Hauptlehren, Buch 2. Kap. 18-23)
AUSFÜHRLICHERE BIOGRAPHIE SWEDENBORGS

SWEDENBORG vs. FREIKIRCHE

DER IRRTUM DER TRINITÄTS- UND

RECHTTFERTIGUNGSLEHRE

SWEDENBORG vs. ESOTERIK

DAS ESSEN VOM BAUM DER ERKENNTNIS VON GUT & BÖSE BZW. SELBER GOTT-SEIN WOLLEN

URCHRISTENTUM - SERVET -

SWEDENBORG

GESTORBEN FÜR DIE WAHRHEIT ZUR ZEIT DER REFORMATIOEN: MICHAEL SERVET

URCHRISTENTUM - FRANCK -

SWEDENBORG

DER BESONDERE MANN SEINER ZEIT, DER AN DAS URCHRISTENTUM ANKNÜPFTE: SEBASTIAN FRANK LINKS EINE SAMMLUNG VON SEITEN, DIE DEN GEIST SWEDENBORGS WIEDERGEBEN ----------------------------------------------------------------

SWEDENBORG vs. LORBER

WIE DAS URCHRISTENTUM DURCH DIE

GNOSIS VERFÄLSCHT WURDE SO WIRD

IM DEUTSCHSPRACHIGEM RAUM

SWEDENBORG DURCH LORBER

VERFÄLSCHT

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GOTT GOTT ERLÖSUNG ERLÖSUNG WORT GOTES WORT GOTES

DAS WORT GOTTES

bzw. die Heilige Schrift und sein

göttlicher, zeitloser, unendlicher, tiefer

innerer Sinn

und der innere Sinn im Wort Gottes
AUSZÜGE AUSZÜGE
Dass es vom geistigen Sinn herkomme, dass das Wort von Gott eingegeben, und in jedem Wort heilig ist. Man sagt in der Kirche, das Wort sei heilig, weil Jehovah Gott es gesprochen habe; da aber sein Heiliges im bloßen Buchstaben nicht sichtbar ist, so bestärkt sich derjenige, der aus diesem Grund einmal an der Heiligkeit des Wortes zweifelt, nachher, wenn er es liest, durch vieles in demselben in seinem Zweifel; denn er denkt dann: Ist dies heilig, ist dies göttlich? Damit nun ein solcher Gedanke nicht bei vielen Eingang finde, und nachher sich immer mehr festsetze, hierdurch aber die Verbindung des Herrn mit der Kirche, in der das Wort ist, zu Grunde gehe, so hat es dem Herrn gefallen, den geistigen Sinn jetzt zu offenbaren, damit man wisse, wo jenes Heilige im Wort verborgen liegt. Aber Beispiele mögen auch dies erläutern. Im Wort wird bald von Ägypten, bald von Aschur, bald von Edom, von Moab, von den Söhnen Ammons von Tyrus und Zidon, von Gog gehandelt. Wer nicht weiß, dass durch diese Namen Gegenstände des Himmels und der Kirche bezeichnet werden, kann leicht in den Irrtum verfallen, dass das Wort viel von den Völkerschaften und Völkern, und nur wenig vom Himmel und der Kirche, also viel von irdischen und wenig von himmlischen Dingen handle; wenn er aber weiß, was durch jene oder ihre Namen bezeichnet wird, so kann er vom Irrtum wieder zur Wahrheit kommen. Wer ferner im Wort bemerkt, dass in demselben so oft Gärten, Haine, Wälder, dann ihre Bäume, als: der Ölbaum, der Weinstock, die Zeder, die Pappel, die Eiche; dann auch, dass so oft das Lamm, das Schaf, der Bock, das Kalb, das Rind, sowie auch Berge, Hügel, Täler, und in denselben Quellen, Flüsse, Wasser und mehr dergleichen genannt werden, der kann, wenn er nichts vom geistigen Sinn des Wortes weiß, nicht anders glauben, als dass man darunter bloß jene Dinge zu verstehen habe; denn er weiß nicht, dass unter dem Garten, dem Hain und dem Wald die Weisheit, Einsicht und Kenntnis verstanden wird; dass unter dem Ölbaum, dem Weinstock, der Zeder, der Pappel und der Eiche das himmlische, geistige, vernünftige, natürliche und sinnliche Gute und Wahre der Kirche verstanden wird; dass unter dem Lamm, dem Schaf, dem Bock, dem Kalb, dem Rind, die Unschuld, Liebtätigkeit und die natürliche Zuneigung verstanden wird; dass unter den Bergen, Hügeln und Tälern das Obere, Untere und Unterste der Kirche verstanden; dann dass durch Ägypten die Kenntnis, durch Aschur die Vernunft, durch Edom das Natürliche, durch Moab die Verfälschung des Guten, durch die Söhne Ammons die Verfälschung des Wahren, durch Tyrus und Zidon die Kenntnisse des Wahren und Guten, durch Gog die äußere Gottesverehrung ohne die innere, angedeutet wird. Wenn er aber dies weiß, dann kann er denken, dass das Wort nur von himmlischen Dingen handle, und dass die irdischen Dinge bloß die Unterlagen seien, auf denen jene beruhen. Aber ein Beispiel aus dem Wort möge auch dies erläutern. Man ließt bei David: „Jehovahs Stimme ist auf den Wassern, der Gott der Herrlichkeit lässt donnern, über den großen Wassern [sitzt] Jehovah; Jehovahs Stimme bricht die Zedern, es zerbricht die Zedern Libanons Jehovah, und hüpfen läßt Er sie gleich einem Kalb, den Libanon und Schirjon wie den Sohn des Einhorns; wie die Feuerflamme fällt Jehovahs Stimme ein. Jehovahs Stimme, sie läßt die Wüste zittern, läßt erzittern die Wüste Kadesch. Kreißen heißt die Hirsche Jehovahs Stimme, und entblößt die Wälder; jedoch in Seinem Tempel preist jeder die Herrlichkeit“: Ps.29/3-9. Wer nicht weiß, dass das einzelne hier selbst in jedem Wort etwas Heilig- Göttliches ist, der kann, wenn er bloß natürlich ist, bei sich sagen: Was soll dies, dass Jehovah auf den Wassern sitze, dass Er durch Seine Stimme die Zedern breche, sie hüpfen lasse wie ein Kalb, und den Libanon wie den Sohn der Einhörner, dass Er die Hirsche kreißen heiße, u. a. m.? Denn er weiß nicht, dass die Macht des göttlich Wahren oder des Wortes durch jene Ding im geistigen Sinn beschrieben ist. In jenem Sinn wird nämlich durch die Stimme Jehovahs, die in dieser Stelle der Donner ist, verstanden das göttlich Wahre oder das Wort in seiner Macht. Unter den großen Wassern, über denen Jehovah thront, werden die Wahrheiten desselben verstanden. Unter den Zedern und dem Libanon, die Er zerbricht und zermalmt, wird das Falsche des vernünftigen Menschen verstanden. Unter dem Kalb und dem Sohn der Einhörner wird das Falsche des natürlichen und sinnlichen Menschen verstanden. Unter der Feuerflamme wird die Neigung zum Falschen, unter der Wüste und der Wüste Kadesch die Kirche, wo nichts Wahres und Gutes ist; unter den Hirschen, die Jehovahs Stimme kreißen heißt, werden Völker verstanden, die im natürlich Guten sind; und unter den Wäldern, die Er entblößt, werden die Kenntnisse und Erkenntnisse, die das Wort ihnen öffnet, verstanden, weswegen folgt: „in Seinem Tempel preist jeder die Herrlichkeit“, worunter verstanden wird, dass im einzelnen des Wortes das göttlich Wahre enthalten sei; denn der Tempel bezeichnet den Herrn, und daher das Wort, dann den Himmel und die Kirche, und die Herrlichkeit bezeichnet das göttlich Wahre. Daraus erhellt, dass hier kein Wort sei, das nicht die göttliche Macht des Wortes gegen das Falsche aller Art, beim natürlichen Menschen, und die göttliche Macht, die Völker umzubilden beschriebe. Es gibt einen noch tieferen Sinn im Wort, welcher der himmlische heißt, wovon (weiter oben) gesagt worden; aber dieser Sinn ist schwer zu entziffern, denn er fällt nicht so sehr in die Gedanken des Verstandes, als in die Neigung des Willens. Dass ein noch tieferer Sinn, welcher der himmlische genannt wird, im Wort enthalten ist, kommt daher, weil vom Herrn das göttlich Gute und das göttlich Wahre ausgeht; das göttlich Gute aus Seiner göttlichen Liebe, und das göttlich Wahre aus Seiner göttlichen Weisheit. Beides ist im Wort, denn das Wort ist das ausgehende Göttliche; und weil beides [in demselben] ist, deswegen macht das Wort diejenigen, die es heilig lesen, lebendig; doch von diesem Gegenstand wird im Abschnitt die Rede sein, wo gezeigt werden wird, dass im einzelnen des Wortes eine Verbindung des Herrn mit der Kirche, und daher eine Verbindung des Guten mit dem Wahren sei. Der geistige Sinn des Wortes ist bis jetzt unbekannt gewesen. Dass das Ganze und Einzelne, was in der Natur ist, sowie auch das Ganze und Einzelne im menschlichen Körper, dem Geistigen entspreche, ist im Werk über »Himmel und Hölle« Nr. 87- 105 gezeigt worden; aber was die Entsprechung sei, hat man bisher nicht gewußt; in den ältesten Zeiten hingegen war sie sehr bekannt, denn bei denjenigen, die damals lebten, war die Wissenschaft der Entsprechungen eine Wissenschaft der Wissenschaften, und so allgemein, dass alle ihre Schriften und Bücher in Entsprechungen geschrieben sind. Das Buch Hiob, ein altes Buch, ist voll von Entsprechungen. Die Hieroglyphen der Ägypter, und auch die Fabeln der ältesten Menschen waren nichts anderes; alle alten Kirchen waren Kirchen, die das Himmlische [sinnlich] vorstellten, und auch die Satzungen, nach denen ihre Gottesverehrung eingerichtet war, bestanden aus nichts als Entsprechungen. Ebenso alles, was die Kirche betraf bei den Kindern Jakobs; die Brand- und Schlachtopfer mit ihren Einzelheiten waren Entsprechungen. Ebenso die Stiftshütte mit allem, was sie enthielt; dann auch ihre Feste, z.B. das Fest der ungesäuerten Brote, das Laubhüttenfest und das Fest der Erstlinge; auch das Priestertum Aharons und der Leviten; sowie auch die heiligen Kleider Aharons und seiner Söhne; und außerdem alle Satzungen und Rechte, die ihre Gottesverehrung und ihr Leben betrafen. Weil nun das Göttliche in der Welt sich in Entsprechungen darstellt, so wurde das Wort in lauter Entsprechungen geschrieben; weswegen der Herr, weil Er aus Seinem Göttlichen sprach, in Entsprechungen gesprochen hat, denn was aus dem Göttlichen ist, das verliert sich in der Natur in solche Dinge, die den göttlichen entsprechen, und die dann die göttlichen Dinge, die himmlisch und geistig heißen, in ihrem Inneren verschließen. Ich bin unterrichtet worden, dass die Menschen von der Ältesten Kirche, die vor der Sündflut war, einen so himmlischen Genius hatten, dass sie mit den Engeln des Himmels redeten, und dass sie mit ihnen reden konnten vermittelst der Entsprechungen, daher sie zu einer solchen Stufe der Weisheit gelangten, dass sie über alles, was sie auf der Erde sahen, nicht nur natürlich, sondern auch geistig, und so mit den Engeln des Himmels gemeinschaftlich, dachten. Ich bin noch weiter unterrichtet worden, dass Chanoch, von dem 1Mo.5/21-24 Erwähnung geschieht, nebst seinen Mittgenossen aus der Engel Mund die Entsprechungen gesammelt, und die Wissenschaft derselben auf die Nachkommen fortgepflanzt habe. Daher es kam, dass die Wissenschaft der Entsprechungen in vielen Reichen Asiens, besonders im Land Kanaan, in Ägypten, Assyrien, Chaldäa, Syrien, Arabien, Tyrus, Zidon, Ninive, nicht nur bekannt, sondern auch ausgebildet war; und dass sie von da aus durch die am Meer gelegnen Orte nach Griechenland versetzt, dort aber, wie man aus den Schriften der ältesten Griechen ersehen kann, in fabelhafte Dinge verkehrt wurde. Als aber die bildlichen Vorstellungen der Kirche, die Entsprechungen waren, mit Fortgang der Zeit in Abgötterei und auch in Magie verkehrt wurden, da kam diese Wissenschaft durch eine Fügung der göttlichen Vorsehung des Herrn allmählich in Vergessenheit, und wurde beim israelitischen und jüdischen Volk völlig verdorben und zu Grunde gerichtet. Zwar bestand der Gottesdienst dieses Volkes aus lauter Entsprechungen, und stellte daher das Himmlische bildlich dar, allein sie wußten nicht, was das eine oder das andere bedeutete; denn sie waren ganz natürliche Menschen, und konnten und wollten daher nichts von geistigen Dingen, mithin auch nichts von den Entsprechungen wissen. Dass die Abgöttereien der Völker in den alten Zeiten aus der Wissenschaft der Entsprechungen entsprangen, kam daher, dass alles, was auf der Erde erscheint, entspricht, also nicht nur die Bäume, sondern auch das Vieh und die Vögel aller Art, dann die Fische und das übrige. Die Alten, welche die Wissenschaft der Entsprechungen hatten, machten sich Bilder, die den himmlischen Dingen entsprachen; und sie ergötzten sich an denselben, weil sie Dinge bezeichneten, die zum Himmel oder zur Kirche gehörten, daher sie dieselben nicht nur in ihren Tempeln, sondern auch in ihren Häusern aufstellten, nicht um sie anzubeten, sondern um sich an die himmlischen Dinge zu erinnern, die sie bezeichneten. Daher waren in Ägypten und anderwärts in der bildlichen Vorstellung Kälber, Rinder, Schlangen, dann Knaben, Greise, Jungfrauen, weil die Kälber und Rinder die Neigungen und Kräfte des natürlichen Menschen, die Schlangen die Klugheit des sinnlichen Menschen, die Knaben die Unschuld und tätige Liebe, die Greise die Weisheit und die Jungfrauen die Neigungen des Wahren bedeuteten usw. Nachdem nun die Wissenschaft der Entsprechungen in Vergessenheit gekommen war, fingen ihre Nachkommen an, die von den Alten aufgestellten Bilder und Abbildungen, weil sie dieselben in den Tempeln und neben diesen vorfanden, als etwas Heiliges und zuletzt als Gottheiten zu verehren. Ebenso bei anderen Völkern, z.B. bei den Philistern in Aschdod Dagon, von dem 1Sa.5/1-12 die Rede ist. Dieser war oben wie ein Mensch und unten wie ein Fisch. Man hatte dieses Bild erfunden, weil der Mensch die Einsicht, und der Fisch die Kenntnis bezeichnet, die eins ausmachen. Daher hatten die Alten auch ihren Gottesdienst in den Gärten und Hainen nach den Arten der Bäume, dann auch auf den Bergen und Hügeln. Die Gärten und Haine bezeichneten nämlich die Weisheit und Einsicht, und jeder Baum etwas davon, z.B. der Ölbaum das Gute der Liebe, der Weinstock das Wahre aus diesem Guten, die Zeder das vernünftige Gute und Wahre, und der Berg den obersten Himmel, der Hügel den Himmel unter diesem. Dass die Wissenschaft der Entsprechungen bei mehreren Morgenländern bis zur Ankunft des Herrn fortgedauert hat, kann man an den Weisen aus dem Morgenland sehen, die zum Herrn kamen, als Er geboren wurde; daher ihnen ein Stern voranging, und sie Geschenke mit sich brachten, Gold, Weihrauch und Myrrhen: Matth.2/1,2,9-11. Der Stern nämlich, der voranging, bezeichnete die Kenntnis aus dem Himmel, das Gold bezeichnete das himmlische Guten, der Weihrauch das geistige Gute, und die Myrrhe das natürliche Gute, aus welchen dreien die ganze Gottesverehrung besteht. (Auszug aus: Die vier Hauptlehren, Buch 2. Kap. 18-23)

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